Die intrauterine Insemination ist eine etablierte Behandlungsmöglichkeit bei unerfülltem Kinderwunsch. Sie kommt insbesondere dann in Frage, wenn die Samenprobe des Mannes leichte Einschränkungen ergeben hat oder wenn sämtliche Untersuchungen bei der Frau und dem Mann keine Ursache für eine ausbleibende Schwangerschaft ergeben haben.

Prinzip der Behandlung:

Kurz vor dem Eisprung werden die aufbereiteten Samenzellen direkt in die Gebärmutterhöhle eingespült.

Ablauf der Behandlung:

Die intrauterine Insemination kann im natürlichen Zyklus oder bei Bedarf nach hormoneller Unterstützung der Eizellreifung erfolgen. Wir sehen Sie etwa am 10. Zyklustag, um anhand einer vaginalen Ultraschalluntersuchung zu prüfen, ob ein Eibläschen herangewachsen ist. Zusätzlich wird an diesem Tag eine Hormonuntersuchung erfolgen. Wenn das Eibläschen eine gewisse Größe erreicht hat (zwischen 15 - 20 mm Durchmesser) wird der Eisprung mit einer Hormonspritze (hCG) ausgelöst. Etwa 24-36 Stunden nachdem das hCG gespritzt wurde wird die intrauterine Insemination erfolgen. Dazu kommen Sie mit Ihrem Partner in unsere Praxis. Ihr Partner wird dann zunächst eine Samenprobe abgeben, die im Anschluß aufbereitet wird. Die Aufbereitung dauert etwa 30 Minuten und dient dazu, die Spermien von verminderter Qualität auszusortieren. Das Einspülen der aufbereiteten Samenzellen gleicht dann einer Krebsvorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Mit Hilfe eines dünnen, flexiblen Kunstoffschlauches spülen wir die Samenzellen in Ihre Gebärmutterhöhle ein. Diese befinden sich damit in hoher Anzahl zum richtigen Zeitpunkt nahe der Eizelle. Nach dem Einspülen können Sie wieder aufstehen und Ihrem normalen Tagesablauf nachgehen.

Erfolgswahrscheinlichkeit:

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schwangerschaft eintritt, liegt bei der intrauterinen Insemination durchschnittlich bei 10-15 % pro Versuch.

Risiken:

Sollte die intrauterine Insemination mit einer Hormonbehandlung kombiniert sein, kann das Risiko für eine Mehrlingsschwangerschaft erhöht sein. Sie werden aber bereits im Rahmen der Ultraschalluntersuchung darauf hingewiesen, wenn mehr als ein Eibläschen herangereift ist. Darüber hinaus ist eine Entzündung in der Gebärmutter nach einer Insemination prinzipiell möglich, das Risiko dafür ist aber sehr gering.