BehandlungsmöglichkeitenBehandlung mit Spendersamen

Seit 2009 wird eine Behandlung mit Spendersamen am UKL mit großem Erfolg durchgeführt. Wir bieten eine Betreuung "in einer Hand" mit Unterstützung in allen Bereichen (Psychologe, Notar, Ärzte, Samenbank).

Wann kommt eine Behandlung mit Spendersamen in Frage?

Die Indikation zur donogenen IUI oder IVF wird gestellt, wenn eine Zeugungsunfähigkeit des männlichen Partners vorliegt, bzw. wenn die Einschränkung des Spermiogramms eine Schwangerschaft nach ärztlichem Ermessen nicht erwarten lässt. Weitere Indikationen sind vorangegangene, erfolglose ICSI Behandlungen, bzw. wenn das Paar keine ICSI Behandlung machen möchte, oder der männliche Partner Anlageträger einer genetischen Erkrankung ist.

Was ist vor einer Spendersamenbehandlung zu beachten?

In einem Beratungsgespräch wird das Paar zunächst darauf hingewiesen, dass ein mittels donogenem Samen gezeugtes Kind, welches ehelich geboren wird, die Rechtsstellung eines ehelichen Kindes hat. Bei unverheirateten Paaren muss eine notarielle Vereinbarung vorliegen. Ebenso wird auf die Notwendigkeit einer psychologischen Beratung verwiesen. Die Anonymität zwischen Spender und Eltern wird erläutert. Die Möglichkeit der Kenntnis der Vaterschaft durch das Kind ab dem 18. Lebensjahr wird erläutert. Die Aufbewahrung der Daten in der kooperierenden Samenbank für 30 Jahre wird dargelegt. Eine Blutentnahme zur Blutgruppenbestimmung beider Partner muss veranlasst werden. Die Notwendigkeit der Eigenfinanzierung des Verfahrens wird erläutert.

Grundsätzlich orientiert sich die Spendersamenbehandlung an den

Richtlinien des Arbeitskreises für Donogene Insemination zur Qualitätssicherung der Behandlung mit Spendersamen in Deutschland

Ablauf der Behandlung

Bei der donogenen Inseminationsbehandlung wird zuvor kryokonservierter Samen eines Spenders nach Aufbereitung mittels eines Katheters in die Gebärmutterhöhle zum Zeitpunkt des Eisprungs appliziert.

Bei der donogenen IVF Behandlung wird zuvor kryokonservierter Samen eines Spenders nach Aufbereitung für die Durchführung einer IVF Behandlung verwendet.

Der Spendersamen wird zuvor aus einer kooperierenden Samenbank nach Lübeck verbracht und dort zunächst bei -196° gefriergelagert bis es zur Behandlung kommt.

Erfolgswahrscheinlichkeit

In einer großen retrospektiven Analyse (De Brucker et al., Human Reproduction 2009, 24, 8: 1891–1899) wurden 6630 Inseminationszyklen bei 1654 Frauen mit Spendersamen durchgeführt.

Als Ergebnis konnten 928 Geburten beobachtet werden, welches einer Entbindungsrate von fast 14% pro Zyklus (Versuch) entspricht und einer erwarteten kumulativen Schwangerschaftsrate von 77% nach 12 Zyklen.

Kosten

Die Kosten für eine Spendersamenbehandlung werden nicht von den Krankenkassen übernommen und müssen deshalb selbst von dem Paar getragen werden.

Die Kosten richten sich dabei vor allem nach der entsprechenden Probenanzahl an Spendersamen, und die Anzahl an durchzuführenden Behandlungszyklen. Die Kosten für die psychologische Beratung und die notarielle Beglaubigung sind gering.