KooperationenSchilddrüsenambulanz

Schilddrüsenerkrankungen zählen zu den häufigsten Hormonerkrankungen in Deutschland und finden sich oft auch bei Frauen mit Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft. Dabei unterscheidet man verschiedene Krankheitsbilder der Schilddrüse, welche sich entweder in einer Überfunktion (Hyperthyreose) oder in einer Unterfunktion (Hypothyreose) äußern können. Diese Funktionsstörungen beeinträchtigen Fruchtbarkeit (Fertilität), Schwangerschaft und Kindesentwicklung. Es ist so z. B. gut bekannt, dass Frauen mit einer Hypothyreose gehäuft unter Zyklusstörungen und Fertilitätsproblemen leiden. Durch die richtige Behandlung, den passgenauen Ersatz der fehlenden Schilddrüsenhormone, lassen sich Zyklus und Fertilität auf relativ einfache Weise günstig beeinflussen. Ist eine Schwangerschaft eingetreten, erhöht sich der Bedarf für Schilddrüsenhormone und Jodid. Eine Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen wirkt sich nun sehr ungünstig auf die Entwicklung des Kindes aus und sollte daher unbedingt vermieden werden. Aus diesem Grund spielt die gezielte Untersuchung der Schilddrüse vor einer geplanten Schwangerschaft und in deren Verlauf eine wichtige Rolle. In den meisten Fällen genügt dazu eine Bestimmung der Schilddrüsenhormonkonzentrationen (fT3, fT4, TSH) und bestimmter Antikörper im Blut. Gelegentlich sind jedoch auch weiterführende Untersuchungen, wie z. B. Schilddrüsensonografie oder Szintigrafie sinnvoll. Wurde eine Störung der Schilddrüsenstoffwechsellage diagnostiziert, lässt sich eine Normalisierung häufig durch eine medikamentöse Behandlung wiederherstellen. In einigen seltenen Fällen kann auch eine operative Therapie in Frage kommen. Die Normalisierung einer gestörten Schilddrüsenstoffwechsellage steigert die Fertilität, reduziert das Risiko einer Fehlgeburt und verhindert kindliche Entwicklungsstörungen.

Wie äußern sich Schilddrüsenstoffwechselstörungen?

Welche Schilddrüsenerkrankungen kommen vor?

Für eine weiterführende Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen kooperieren wir mit der Medizinischen Klinik 1, Bereich Endokrinologie

 



Priv. Doz. Dr. med. Morten Schütt

Medizinische Klinik I

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Campus Lübeck

23538 Lübeck

Tel.: 0451 500 2360

Fax: 0451 500 2938